Martina Salzberger

deutsch | english

Über meine Arbeit

Pressetext zur Vernissage der Ausstellung "Leichtgewichtsklasse" (Michaela Resch) 8. April 2016
ein Projekt im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München. (Matthias Supé) 1. Dezember 2014
Über meine Arbeit (Martina Salzberger) 3. Februar 2007
Laudatio von Dr. Barbara Hammann (Dr. Barbara Hammann) 3. November 2005
Von der Malerei kommend (Martina Salzberger) 3. Februar 2005

Laudatio von Dr. Barbara Hammann

Die Einladungskarte der letzten Ausstellung von Martina Salzberger zeigt einen Fußball-fan, der lachend einen rotweißen Fanschal in die Kamera hält. Darauf lesen wir in Groß-buchstaben: “MARTINA SALZBERGER, Cordonhaus Cham.”

Die Künstlerin präsentiert sich so ironisch als Einzelkämpferin angesichts von Massen-phänomenen. Wie soll man sich als bildende Künstlerin behaupten im Meer von Projek-tionen und Hysterien?

Martina Salzberger hat sich für ihre Arbeiten auf das “Schneidern” und “Nähen” besonnen, eine Tätigkeit, die als subversive Strategie neue Räume besetzen kann. Mit ‘gezückter Schere’ sticht sie in unsere Schwachstellen und vernäht die Wunden dann mit Reiß-verschlüssen. Auch vor der Vernähung von Obst schrickt die Künstlerin nicht zurück. Ihre Schnittmuster sind Handlungsanleitungen für Ver-rücktes, humorvolle Provokationen mit Biss.

Dazu zwei Beispiele:

Nicht Mensch im Schafspelz, sondern Hund im braun-grünen Tarnanzug:

In der Foto-arbeit “Hundekampfanzug” spielt sie auf unser oft eigenartiges Verhältnis zu Haustieren an. Zudem läßt sie durch den Einsatz der Camouflage politische Bezüge be-stehen.

Wie können wir uns verständlich machen?

Martina Salzberger hat im öffentlichen Raum in Paris mit farbigen, semi-transparenten Telefonzellenzelten aus Fallschirmseide eine Lösung angeboten:

mobile Körperhäuser als temporäre Kommunikationsräume. Die Objekte der Künstlerin sind verdichtete Performancestücke mit subversivem Charakter.